Wer liebt – der schiebt, heißt es so schön. Aber wie du dein Motorrad wirklich zum Laufen bringst, wenn es mit der Batterie mal nicht mehr so funzen will und der Bock einfach nicht mehr anspringt, erklären wir dir im folgenden Beitrag. Dass du dabei auf einige Punkte achten solltest, versteht sich von selbst.

Erst mal Benzin checken

Damit du hierbei nicht gleich die Nerven verlierst und dir beim Treten deiner Mühle vor lauter Frust, nicht gleich den Fuß brichst, gilt es als erstes einmal nachzuprüfen, ob du genug Kerosin (Benzin) im Tank hast, denn sonst bekommst du beim folgenden Anschieben zwar ordentlich Muckis, aber auch ganz schnell Frustbeulen. Hierfür schraubst du den Deckel von deinem Tank und leuchtest mit einer Lichtquelle in den Tank – Achtung! Du solltest hierfür auf keinen Fall ein Feuerzeug oder Streichholz verwenden (überhaupt keine offenen Lichtquellen) außer du hast vor, deinen Bock abzufackeln und die Versicherungssumme zu kassieren und dir dabei eine Thomas Anders (Modern Talking – der mit der Nora Kette) Gedenk-Gesichtsfarbe zuzulegen.

Was muss ich noch checken

So Benzin ist drin, Benzinhahn (bei Vergaser) ist aufgedreht, bei Einspritzer summt die Benzinpumpe (bei eingeschalteter Zündung), dann schau mal, ob der Seitenständer eingeklappt ist und der Notausschalter nicht auf aus steht und vergiss nicht die Zündung einzuschalten. Wenn du diese Checkliste abgerackert hast und dein Motorrad zickt noch immer beim Startversuch, dann wirst du wohl oder übel deinen Bock anschieben müssen.

Wie kann ich mein Motorrad anschieben

Hierbei wäre es natürlich von Vorteil, wenn du deinen Bock an einer Stelle abgestellt hast, wo es etwas hügelig nach unten geht und du dein Möpi runterrollen lassen kannst – haha, ja genau – nee Scherz bei Seite, wäre natürlich das Einfachste. Aber kein Problem, beim Anschieben wäre es sehr hilfreich, wenn du ein oder zwei Helfer hättest, die dich dann volle Pulle anschieben könnten. Achte darauf, dass du freie Bahn für das Anschieben hast und auch rechts und links von deiner Rollpiste genügend Abstand zu möglichen Kollisionsgegenständen besteht.

Nicht vergessen – Checkliste

So, am besten ist es, wenn du dich auf deinen Bock setzt und folgende Liste abhackst: Zündung einschalten, Startknopf auf Run, zweiten oder dritten Gang einlegen, wenn vorhanden eventuell Choke ziehen, Kupplung gedrückt halten und Motorrad anschieben anfangen. Wenn du eine Geschwindigkeit von zehn km/h erreicht hast kurzes Stoßgebet aussenden und Kupplung kommen lassen. Vorsicht dein Motorrad könnte etwas bockig sein und das Hinterrad blockieren. Wenn du das Glück hast und du dein Motorrad einen Hang runterlassen kannst, ist der gleiche Ablauf einzuhalten nur eben ohne das mühselige schieben.

Kupplung beim Motorrad anschieben kommen lassen

Wenn du die Kupplung kommen lässt und merkst, dass der Motor anspringt, gibst du gleich mal Vollgas und ziehst aber gleichzeitig die Kupplung wieder, damit du nicht einen unerwünschten Wheelie machst. Klingt ein bisschen kompliziert, aber wenn du es einmal gemacht hast, weißt du ganz genau, wie und wann du es machen musst – reine Gefühlssache. Wenn dein Bock nicht gleich beim ersten Mal anspringt, brauchst du nicht gleich verzweifeln, probiere es einfach nochmal. Solltest du dein Motorrad zum Laufen gebracht haben, ohne es gleich wieder abzuwürgen, lass den Motor unter öfteren Gas geben ein paar Minuten laufen (mindestens bis er schön warm ist), noch besser ist, wenn du gleich mal eine Runde drehst. Durchs Fahren lädst du die Batterie nämlich besser auf, als im Standbetrieb.

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Wir haben durch diese Methode schon einige Motorräder zum Laufen gebracht, auch die schweren Teile mit hoher Kubikzahl, sollte sich bei deinem Bike jedoch diese Saftlosigkeit deiner Batterie täglich wiederholen, wirst du dir doch eine neue Batterie zulegen müssen. Was du beim Kauf einer neuen Batterie beachten solltest und wie du diese einbaust, erklären wir dir im nächsten Beitrag, bis dahin…

keep the fire burning

Kai&Martina


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