In unseren letzten Beiträgen waren wir mit dir im Gebirge unterwegs, im heutigen Beitrag möchten wir dir zeigen, wie du die kurvenreichen Abfahrt aus genau dieser Gebirgslandschaft bergab mit Leichtigkeit meisterst, ohne dir deine Bremsanlage durchzuheizen. Die Hochlandstraßen haben schon einen besonderen Flair, dies gilt aber nicht nur beim Bergauffahren, nein auch abwärts gilt es bei den engen Serpentinen besonders aufmerksam und sicher auf der Straße unterwegs zu sein, damit du dabei genau so viel Spaß empfindest, wie auf anderen Straßen, haben wir hier ein paar Tipps für dich…

Kurventechnik per Definition beim bergab Fahren

Die Fahrstabilität eines einspurigen Motorrades beruht auf dem Prinzip der Balance bei langsamer Fahrt und auf dem Drehkreiselprinzip ab 25 km/h. Bei Kurven kommt die Fliehkraft ins Spiel, die Mensch und Maschine bei Rechtskurven zwangsläufig in die Fahrbahnmitte zieht und bei Linkskurven ins Kurvenäußere drückt. Die Größe der Fliehkraft hängt von der Masse, der Geschwindigkeit und dem Radius der Kurve ab. Zum Ausgleich der Fliehkraft legen wir die Maschine in den Kurvenmittelpunkt und gehen in Schräglage.

Tja, soviel zur Theorie – das dabei aber auch noch andere Faktoren wie vor allem das menschliche Gehirn eine große Rolle spielt, wird bei dieser Definition natürlich wieder mal außen vor gelassen.

Was für Gefahren lauern im Hochland?

In unserem Beitrag über das richtige →Kurvenfahren, haben wir dir erklärt, wie du Kurven am angenehmsten und einfach durchfahren kannst. Im steilen Gelände kommen noch einige Faktoren, wie enger werdende Fahrbahn, Gegenverkehr auf deiner Fahrbahn (Busse, LKWs, aber auch holländische Caravanfahrer brauchen immer besonders viel Platz), Rollsplitt, Riffelbelag und so weiter, hinzu und können deinen Fahrspass mit deiner Mopette wesentlich beeinflussen.

Auf den Blickwinkel kommt es an

Immer dorthin blicken, wo es hingehen soll. Der Blick bestimmt die Richtung, in die gefahren wird!
Je weiter man vorausschaut, desto eher erkennt man Gefahren. Aus einer unmittelbaren Gefahrensituation kommt man besser heraus, wenn man weiter in die Richtung schaut, in der die Lösung aus einer Gefahr liegt. In einer enger werdenden Kurve, bei der am Kurvenscheitel die Leitplanke oder der Graben gefährlich Nahe kommt, liegt die Lösung nicht darin, auf die Leitplanke zu starren. Die einzig richtige Blickrichtung ist die zum Kurvenausgang. Wenn dir ein Bus auf deiner Seite entgegenkommt tust du gut daran nicht den Kühlergrill des Buses zu fixieren. Der Kurvenausgang ist der Punkt, den du anvisieren solltest, intuitiv legst du dich noch schräger in die Kurve, selbst dann, wenn du geglaubt hast, es geht nicht noch schräger.

Bergab Bremsen, richtig und dosiert

Prinzipiell bremst du ja sowieso vor der Kurve so weit ab, dass du die Kurve ohne weiteres Bremsen durchfahren kannst. Vor allem bei scharfen Bergabfahrten kann es trotzdem vorkommen, dass du gezwungen bist, dein Tempo während dem Durchfahren von Serpentinenkurven zu drosseln. Wir empfehlen, enge Serpentinen mit gezogener Kupplung zu durchrollen, dabei hältst du den Fuss auf dem Hinterrad-Bremspedal und bremst, wenn nötig, dosiert mit der Hinterrad-Bremse.

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Beim Bremsen mit der Vorderrad-Bremse in Kurven und Bergab kommt es beim langsamen Fahren (unter 25 km/h) sehr oft zu einem sehr unruhigen Fahrverhalten deines Motorrades. Deshalb empfehlen wir dir Bergab nur mit den hinteren Bremsbacken zu arbeiten. Nach dem du die Kurve hinter dir gelassen hast kannst du ruhig wieder etwas Gas geben und kannst deinen Bock mit der Motorbremswirkung bis du zur nächsten Kehre, wenn nötig einbremsen. Dann beginnt das Spiel mit der Kupplung und der Hinterbremse wieder vom Neuen. Beachte auch, dass sich der Bremsweg beim Bergabfahren um bis zu 20 Prozent verlängert. In diesem Sinne…

keep the fire burniing

Kai&Martina


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