Du willst ein Bike kaufen und willst auf jeden Fall nicht ohne Probefahrt das Motorrad deiner Träume erwerben. Doch was ist, wenn bei der Probefahrt ein Schaden am Motorrad entstanden ist. Wer bezahlt den Schaden? Wenn du ein Motorrad verkaufen möchtest oder dir ein Motorrad kaufen willst, haben wir dir ja in unseren Beiträgen schon einige Tipps geben können. In diesem Beitrag wollen wir uns mit der rechtlichen Frage der Haftung befassen, wenn gar bei einer Probefahrt Schäden am Bike oder Dritten entstehen.

Händler – kein Problem

Wenn du bei einem Händler das Bike deiner Wahl zur Probefahrt besteigst, ist das ganze eigentlich für dich kein Problem. Solange du nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig einen Schaden verursachst – also die Kiste direkt und mit Absicht gegen die Wand karrst – ist laut Gericht davon auszugehen, dass das Fahrzeug welches zum Verkauf steht, durch besondere Versicherungen gegen Schäden aller Art versichert ist und somit eine stillschweigenden Haftungsfreistellung zugunsten des Fahrers (Kunde) besteht.

Vorsicht bei Privatkauf – für beide Seiten!

Problematischer wird das mit der Haftung, bei Privatverkauf. Hier gilt dass der eventuelle Käufer für sämtliche bei der Probefahrt entstehenden Schäden haftet – selbst bei leichter Fahrlässigkeit muss der angehende Käufer für Schäden aufkommen. Bei einem Totalschaden wird üblicherweise der volle angegebene Kaufpreis in bar bezahlt und das Motorrad gilt als verkauft.

Im Prinzip ist es so, als ob du dir ein Motorrad von einem Freund leihst, du haftest beim Ausleihen auch voll für Schäden, die du verursacht. Wir empfehlen immer eine schriftliche →Haftungsvereinbarung (Download PDF) abzuschließen. Diese sollte so detailliert wie möglich vor der Probefahrt ausgefüllt und unterzeichnet werden.

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Paragraphen schlafen bei der Probefahrt nicht!

Zur Sorgfaltspflicht des Verkäufers gehört laut Gesetzgeber, sich Führerschein sowie Reisepass oder Personalausweis zeigen zu lassen und darauf zu achten, ob der Führerschein auch gültig ist. Auch das Erstellen von Kopien dieser Dokumente kann sinnvoll sein. Vor allem auch in weiser Voraussicht für eventuelles Blitzlichtgewitter sollte der Verkäufer eine Kopie des Führerscheins haben. Die Verletzung der Sorgfaltspflicht kann dazu führen, dass die Versicherung im Schadensfall leistungsfrei wird.

keep the fire burning

Kai&Martina


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