Im letzten Beitrag haben wir dir gezeigt wie du ohne gröbere Probleme auf steilen Bergstrassen stehen bleiben kannst, ohne gleich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch zu erleiden und dann vor allem wieder ohne gröbere Probleme wieder in der →steilen Bergstraße anfahren kannst. In diesem Beitrag möchten wir dich auf mögliche außerordentliche Gefahrenquellen auf so einer Bergstraße aufmerksam machen. Damit du sicher und in einem Stück wieder vom Berg runterkommst, ohne dabei in den Strassengraben zu schlittern, oder was noch schlimmer wäre, als Kühlerfigur eines entgegenkommenden Seniorenbus auf Kaffeefahrt zu enden…

Sicherheitsreserven auf Bergstraßen

Wenn du auf höhergelegenen Pass- oder Bergstraßen unterwegs bist, gilt es für dich sowieso mit besonderer Vorsicht und den nötigen Sicherheitsreserven unterwegs zu sein. Vor allem im Hochsommer solltest du jederzeit damit rechnen, dass dir land- und forstwirtschaftlicher Quer- und Gegenverkehr beim Cruisen in die Quere kommen kann. Ein Traktor mit einer vollen Fuhre Langholz, kann schon mal ganz schnell für eine komplette Strassensperre sorgen und du bist plötzlich genötigt, stehen zu bleiben.

Und selbst wenn du keines dieser Ungetüme bei deinem Ausflug ins Hochgebirge vor dein Visier bekommst, kann es dir sehr wohl passieren, dass du mit unangenehmen Rückständen des ländlichen Verkehrs – wie Schlamm, Holzreste, Sand usw. – zu kämpfen hast. Das dieser Strassenbelag anders zu befahren ist (siehe Rollsplit), als ein sauberer Asphaltuntergrund, brauchen wir an dieser Stelle ja nicht zu erwähnen.

Nicht alle Kühe sind lila

Apropos Landwirtschaft, auf den Almstrassen solltest du auch jederzeit mit Weidevieh auf der Straße rechnen. Es kann dir leicht passieren, dass dir ein Milchvieh auf deiner Fahrbahn die Weiterfahrt untersagt – und zwar ohne weißes Dienstkapperl 😉 – oder ein ganze Schafherde die Straße blockiert. Das hierbei auch glitschige Viehhäufchen auf dem Straßenbelag entstehen können und recht schnell zu Rutschfallen werden können, versteht sich von selbst. Auch die Viehgitter bzw. Weideroste (querverlaufenden Gitterstäbe, die in die Straße eingelassen sind), die du zwar problemlos überfahren kannst, aber dabei trotzdem immer auf alles gefasst sein solltest, gilt es im Auge zu behalten.

Sonnenschein und trotzdem nass

Auf Hochland- und Bergstraßen kann es vorkommen, dass sich ein kleiner Bach einen neuen Weg sucht und diesen auf der Bergstraße gefunden hat und dann genüsslich quer über die Fahrbahn plätschert. Wenn sich so ein Bächlein vor dir über die Straße schlängelt, solltest du dementsprechend deine Geschwindigkeit drosseln, notfalls sogar bis auf Schritttempo, da du ja nicht wissen kannst ob sich da nicht eine Bodenwelle unter den Rinnsal verbirgt, die dich recht schnell aushebeln könnte. Auch kleiner und größere Steine, die das Wasser heran gespült hat, können sich unter dem Wasserlauf verstecken.

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Natürlich musst du immer mit kleinen oder größeren Steinen oder Geröllansammlungen rechnen, vor allem wenn neben dir steile Berghänge aufragen, kann es schon sehr häufig zu Belagsverschmutzungen kommen. Auch zu gefährlichen Frostaufbrüchen kommt es auf höher gelegenen Bergstraßen selbstredend öfter, als in tieferen Lagen. Durch die provisorischen Ausbesserungen des Straßenbelages, kommt es sehr oft zu einem sogenannten Flickerlteppich, der dann einem Waschbrett gleicht und für uns Motorradfahrer sehr unangenehm zu befahren ist.

Das die hier aufgezählten Gefahren selbstverständlich nicht nur auf Passstraßen und im Hochgebirge auftreten können, ist eh klar, aber besonders auf steilen Straßen – egal ob du diese Bergab oder Bergauf befährst – bist du ja sowieso schon fahrtechnisch extrem gefordert und solltest daher immer mit den nötigen Fahrreserven unterwegs sein…in diesem Sinne

keep the fire burning

Kai&Martina


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