Für uns begannen die Vienna Harley Days 2015 schon mit dem Capital Ride von St.Pölten bis direkt zum Veranstaltungsgelände am Wiener Prater. Ungefähr 700 – 1000 Bikes – laut Veranstalter – wobei sich uns die Frage stellt, ob diese Angaben bei der überschaubaren Menge an Motorrädern nicht doch etwas präziser angegeben werden könnten – wäre ja nur für die Statistiker unter uns interessant – aber egal. Bei gefühlten 40° Grad im Schatten ging es im Konvoi vom Harley-Davidson St.Pölten über die Autobahn Richtung Wien.

Auf den ca. 90 Kilometern Asphaltstrecke wurde der Konvoi bis zur Stadtgrenze durch Absperren der Autobahnzufahrten sehr zügig und ohne Probleme – angenehm für uns Biker – von der Exekutive und der Safety Crew geleitet. Doch leider, wie gesagt nur bis zur Wiener Stadtgrenze. Denn dann war Schluss mit lustig – auf einmal war da nix mehr mit begleitendem Konvoi – von der Autobahn ab und mitten drin im vierspurigen Wiener Stadtverkehr. Der Capital Ride wurde dadurch für Ortsunkundige zu einer wahren Glücksfahrt, entweder du hattest Glück und dein Vordermann wußte, wo es lang geht, oder du hattest, eben ein bisschen weniger Glück und kurvst heute noch im Straßendschungel der Wiener Innenstadt herum.

Wien ist anders

Dies betrifft auch die zu geringen Parkmöglichkeiten für Motorräder am Veranstaltungsgelände der Vienna Harley Days, nachdem die wenigen Parkplätze belegt waren, musstest du als Nachzügler eben schauen, wo du parken konntest. Und das dann die meisten, wie es eben bei solchen Events üblich ist, sich einfach dort hinstellen, wo Platz ist und man nicht im Weg steht, versteht sich ja von selbst. Schön und Gut, nur unsere liebe Wiener Exekutive verstand dann beim Parken keinen Spaß und fing an die Parkenden gleich mal mit Anzeigen zu belohnen.

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Auf Nachfrage bei den Beamten, wurde lediglich mit einem lapidaren Satz „Es hat schon über hundert Beschwerden über das nicht rechtskonforme Parken gegeben“ geantwortet. Die Frage ist nur: Welche Hundertschaften haben sich da beschwert und vor allem wann – die wussten wohl schon vorher, dass die Biker sich dorthin stellen werden und haben wohl gleich mal auf Verdacht eine Beschwerde eingereicht 😉 ja, genau – Stichwort: Abzocke! Der Veranstalter hatte dann bei der offiziellen Begrüßung lediglich tröstende Worte für die Angezeigten und wußte auch nicht weiter…wie wäre es denn mit ein paar mehr Parkplätzen für uns Biker, lieber Veranstalter?

Wien ist eben anders

Tja, spätestens bei der Getränkeauswahl an manchen Getränkezelten wusstest du wieder, dass dieser Spruch Programm ist – auf den Vienna Harley Days. Bier, Spritzer, Zigaretten und Becherpfand stand zur Auswahl – hmm?!? und das bei einem Bikerevent, wo 95% der Teilnehmer noch fahren müssen. Natürlich gab es auch andere Getränketheken, da gab es dann schon etwas Nichtalkoholisches, dafür gab´s dann aber warmes Bier (lecker!) oder eben mal für eine geschlagene halbe Stunde kein Bier (und das beim Heinekenzelt) Tja, Logistik ist so eine Sache…

Wien ist ziemlich anders

Auch bei der übrigens echt geilen Livemusik mussten wir das feststellen, denn da war dann pünktlich zum Betthupferl um 22.15 Uhr Schluss – Klappe zu, Affe tot. Nun gut, ist ja auch verständlich, denn die Nachtruhe der Parkbewohner darf natürlich nicht gestört werden. Wir und viele andere Bikerfans ließen uns durch diesen kleinen Fauxpas natürlich nicht vom Feiern abhalten, mussten aber gegen 23.00 feststellen, dass die einzigen Toilettenhäuschen am Gelände zugesperrt wurden. So kann man natürlich die Sperrstunde auch einläuten.

Wien ist ganz anders

Denn bei unserer eigenen Sperrstunde um ca. 01.00 Uhr wollten wir, nachdem wir unseren letzten Absacker ausgetrunken hatten, unseren Becherpfand zurückerstattet haben. „Nix geht mehr“ – gab´s dann von allen Seiten zu hören und so wie viele andere auch standen wir mit unseren Leergut auf verlorenen Posten, denn das Bedienungspersonal weigerte sich uns den Pfand auszulösen, nach Sperrstunde geht das nicht. „Wir sollen die Becher mitnehmen und morgen wieder kommen“ wurden wir von den leicht genervten Personal hinaus komplementiert.

Vienna Harley Days – morgen wird´s besser?

Wien ist anders, also diesen Satz haben wir gestern sehr oft gespürt, aber trotzdem haben wir viele nette Biker getroffen und hatten unseren Spaß. Unter dem Motto „Immer frisch und munter, ein echter Kärntner geht nicht unter“ …hoffen wir auf den heutigen und morgigen Tag und freuen uns auf euch

keep the fire burning

Kai Martina

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