Das Wetter ist nun mal – oder Gott sei Dank – nicht beeinflussbar. Da wechseln sich Regen und Schlechtwetter und Sonnenschein gerne mal ab, dies bedeutet für dich als Motorradfan jedoch, dass du bei schönsten Sonnenschein, 28 Grad Wohlfühlwetter und azurblauen Himmel frühmorgens auf dein Bike kletterst. An nichts Böses denkst und nur die vor dir liegende schöne Ausfahrt im Kopf hast und dann vom bösen, heimtückischen und hinterhältigen Wettergott wieder einmal volle Kanne mit einem erfrischenden Regenguss überrascht wirst(tolle Überraschung).

Natürlich weist du eigentlich eh Alles, was es über das Fahrverhalten mit dem Motorrad bei Regen und Schlechtwetter zu wissen gibt, denn die Führerscheinprüfung ist ja noch nicht so lange her, doch wo zum Teufel sind denn diese geistigen Ergüsse von theoretischem Wissen, wenn du diese mal brauchst. Wir haben im folgenden Beitrag versucht einige dieser theoretischen Fahranleitungen durch etwas praxisgeprüfte Tipps zu erweitern.

Wenn möglich, mach mal Pause

Wenn du nicht gerade zu den hartgesottenen Bikern der Hardcoreszene zählst, die auch nicht davor zurückschrecken zum Elefantentreffen im Januar zu fahren, wohlgemerkt auch bei Temperaturen unter null und starken Schneefall mit knöcheltiefen Schneematsch auf der Fahrbahn, dann wirst du bei beginnenden Regen erst einmal an die Möglichkeit einer Pause denken. Du kannst so eine regenbedingte Pause je nach Uhrzeit zum Mittagessen nutzen, oder Nachmittagssnack, oder als Rauchpause, meist gilt es in erster Linie einen kühlen Kopf zu bewahren und die Regensituation einmal in Ruhe zu betrachten. Auch das Anziehen einer Regenbekleidung fällt dir an der überdachten Tankstelle oder dem Wartehäuschen einer Bushaltestelle wesentlich einfacher, als irgendwo mitten in der Pampas am Straßenrand, wo du dich durch vorbeifahrende Autos nur unnötiger Gefahr aussetzt und von der dreckigen Fahrgischt fast von der Straße gespült wirst.

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Nachdem du dich zur Weiterfahrt entschieden hast beginnt das eigentliche Abenteuer der Regenfahrt, da hast du dann mit der rutschigen nassen Fahrbahn zu kämpfen, den nassen Griffen und Armaturen, der aufspritzenden Gischt, der vor dir fahrenden Fahrzeuge und dem Wasser das seinen Weg in irgendeiner Ritze deiner Kleidung den Weg zu deiner Unterwäsche findet.

Finger vom Gas bei Regen und Schlechtwetter

Nun denn, bei einer rutschigen Fahrbahn solltest du auf jeden Fall, deine Geschwindigkeit um mindesten ein Drittel gegenüber deiner normalen Fahrgeschwindigkeit drosseln, also wenn du unter normalen Umständen mit hundertzwanzig Sachen auf der Autobahn dahinkurvst, wäre bei Regen und Schlechtwetter ein Achtziger das höchste der Gefühle, je nachdem ob sich bereits Wasser auf der Straße sammelt und nicht mehr abrinnen kann, solltest du die Geschwindigkeit natürlich noch mehr drosseln (Aquaplaning Gefahr!)

Prinzipiell solltest du sowieso immer vorrausschauend Fahren, bei Regen und Schlechtwetter gilt dies für jeden Biker aber ganz besonders, denn nur so vermeidest du abrupte Bremsmanöver, vor allem im Stadtverkehr bzw. innerorts gilt auf Zebrastreifen, großflächigen Belagszonen und Straßenbahngleisen sowieso erhöhte Rutschgefahr und jegliches zu jähes Bremsmanöver endet schnell in der Waagrechten (ABS-Fahrer haben es da schon besser). Auch solltest du als besonnener und sicherheitsbedachter Motorradfahrer auf unbedachte bis lebensgefährliche Überholmanöver, die durch die Regenfahrbahn schnell entstehen, gänzlich verzichten.

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Die rutschigen und nassen Armaturen und Griffe sind bei einer Regenfahrt mit dem Motorrad unserer Meinung nach noch die kleinsten Übel, hierbei verweisen wir auf unseren Beitrag über die Motorradbekleidung (Handschuhe). Als kleinen Tipp, beschränke deine Tätigkeiten, die Armaturen zu bedienen, auf das Notwendigste (volle Konzentration auf das Fahren).

Augen auf

Beim Motorradfahren bei Regen und Schlechtwetter wird dir auch schnell die Sicht genommen, durch das von oben kommende Wasser, aber vor allem von dem aufspritzenden Fahrwasser des vor dir fahrenden Verkehrs, welches auch meistens, durch den Dreck der Straße, etwas schmutzig ist, sinkt die Sichtweite. Hierbei kannst du dir durch regelmäßiges Abwischen mit deinem Handschuh helfen, auch ein Drehen des Kopfes nach rechts oder links – bitte nur für kurze Zeit und ohne den Verkehr aus den Augen zu lassen – verblässt die Tropfen auf deinem Helmvisier. Bei Beschlagen deines Visiers, empfehlen wir das Visier einen Spalt zu öffnen. Für Antibeschlag und Antiregensprays können wir uns nur sehr schwer erwärmen.

Das Fahren bei Regen und Schlechtwetter mit dem Motorrad ist an und für sich schon unangenehm, die verschiedenen Regenschutzanzüge bieten dir einen komfortablen Schutz gegen Regen, Nässe, Wind und kalter Feuchtigkeit. Bei Auslandsreisen oder Wochenendtrips empfehlen wir dir immer einen Regenschutz mitzuführen. Wenn es dich dagegen einmal bei einen Tagesausflug erwischt und du keine passende Regenkleidung dabei hast, müsstest du nun ein bisschen besser mit der Situation umgehen können.

keep the fire burning

Kai&Martina


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