Die erste längere Motorradtour steht an und du möchtest natürlich nicht die ganze Reisewoche mit denselben Klamotten rumtuckern. Schön wäre natürlich ein paar Sachen zum Wechseln dabei zu haben. Nun denn, die eine Millionen Euro Frage lautet: „Wie und wo verstaue ich mein ganzes Motorrad Reisegepäck?“ Um dir bei dieser Frage ein bisschen zu helfen, haben wir im Folgenden ein paar Tipps aus unseren Erfahrungen zusammengefasst…

Wohin mit meinen Sachen

Bei der Gepäckverstauung hat uns ja mittlerweile die Motorradzubehörindustrie mit zahlreichen funktionellen Taschen aus den verschiedensten brauchbaren aber auch unbrauchbaren Materialien überflutet. Als Faustregel solltest du beachten, dass die Taschen oder Koffer für deine Mopette passen, sofern du nicht sowieso schon originale Seitenkoffer oder Taschen an deinem Bock hast, musst du eben beim Kauf genau darauf achten, dass du die nachträglich gekauften Taschen fest und sicher mit deinem Bock verbinden kannst. Also Finger weg von behelfsmäßigen Draht- oder Klebebandprovisorien. Diese halten meist nicht lange und vor allem sind diese auf keinen Fall für den Verkehr zugelassen – Verkehrssicherheit ist nicht gegeben!

Das Beste ist gerade gut genug

Die unumstrittene Nummer eins beim Gepäcksystem sind die Seitenkoffer. Die Frage ob Alu oder Kunststoff ist sehr schnell geklärt, indem du einen Blick in dein Portemonnaie wirfst (Alu ist meist doppelt so teuer) und was vom Still her zu deinem Bock passt. Zusätzlich zu den Seitenkoffern kannst du einen Top Case auf den Hinterteil deines Motorrades befestigen und hättest so schon ein ganz schönes Reisegepäckvolumen – hierbei solltest du aber bedenken, dass ein Top Case den Schwerpunkt deines Bocks sehr stark verändert und somit auch das Fahrverhalten deiner Süßen (dazu später mehr).

Koffer und Top Case sind stabiler und wasserdicht, aber du brauchst auf jeden Fall ein modellspezifisches Trägersystem. Koffer und Case sind etwas teurer in der Anschaffung, dafür hast du aber eine recht unkomplizierte Abschließbarkeit und der dadurch entstehende gute Diebstahlschutz deiner Sachen, die du somit im Motorrad lassen kannst.

Alternativen gibt es genug

Als Alternative zum Koffer und Top Case, kannst du eine Gepäckrolle oder gleich eine größere Motorradtasche kaufen, die du bequem auf dem Rücksitz, oder falls du mit Sozius fährst, auf dem Gepäckhalter festmachst – auch hierbei musst du auf eine sichere Befestigung achten, sonst schleifst du die Tasche womöglich auf der Autobahn mehrere Kilometer hinter dir her, ohne zu ahnen, dass sich dein Reisegepäck wie Brotkrümel auf deiner Tagesroute verteilen. Viele Motorradzubehörhersteller haben modellspezifische Softbag-Systeme mit leicht zu montierenden (und auch wieder abnehmbaren) Abstandshaltern im Programm. Diese Trägerarme erhöhen den festen Sitz der Taschen. Beim Kauf solltest du die Grundkonstruktion genau begutachten, Stabilität und Passform muss gewährleistet sein. Wir haben über die Tasche zusätzlich noch ein Netz befestigt und können dadurch bequem unsere Jacken verstauen. Ein kleiner Nachteil dieser Softbags sei aber auch erwähnt, da diese nicht 100% wasserdicht sind, musst du die mitgelieferten Zusatzhauben immer dabei haben, um dein Gepäck bei längeren Regenfahrten vor Wassereintritt zu schützen.

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Was gibt es sonst noch

Der Tankrucksack wird, wie der Name schon sagt, auf dem Tank deines Motorrades befestigt und kann je nach Größe bis zu 20 Liter Gepäck fassen, auch hierbei solltest du beachten das der Tankrucksack perfekt auf dein Bike passt, weil du ansonsten nicht mehr den vollen Lenkeinschlag hast. Auch dein Blick auf die Armaturen und Kontrollleuchten sollte nicht versperrt sein. Und da wir gerade vom Lenker reden, auch hier gibt es noch die Möglichkeit in der Lenkerrolle einige Liter Gepäck unterzubringen.

Wie verteile ich mein Motorrad Reisegepäck?

Du solltest immer darauf achten die schweren Sachen möglichst unten in der Tasche oder dem Koffer unterzubringen, auch auf die Notwendigkeit, ob du Teile deines Motorrad Reisegepäck während der Fahrt benötigst, musst du in deinen Überlegungen miteinbeziehen. Reisepässe, Fahrzeugpapiere, Telefon, Fotoapparat, Straßenkarte etc. solltest du eher an leicht zugänglichen Stellen unterbringen. Der Tankrucksack oder die Lenkerrolle geben hier den optimalsten Stauraum, aber auch kleiner Seitentaschen deines Heckgepäcksystem können für diese Utensilien herhalten.

Bei der Gewichtsverteilung solltest du auf eine gleichmäßige Verteilung deines Gepäcks achten, einseitige Beladung würde das Fahrverhalten deines Motorrades wesentlich verändern. Das Gesamtgewicht musst du natürlich auch auf das zulässige Gesamtgewicht deiner Mopette – siehe Zulassungsschein – abstimmen, also Taschenrechner raus und zusammenaddieren: Dein Gewicht, Soziusgewicht…und…und

Da du ja noch wenig Erfahrung mit Motorrad Reisegepäck und vor allem dem veränderten Fahrverhalten deines vollbepackten Bike hast, möchten wir dir im nächsten Beitrag erklären, wie du das Fahren mit Beladung bei deinen Touren leicht meistern kannst… in diesem Sinne

keep the fire burning

Kai&Martina


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