Das schönste am Cruisen ist wohl das Kurvenfahren, langgezogene, nicht enden wollende links- oder rechtsgeschwungene Kurven, mit endlos Platz und Weitblick, sind der Idealfall für uns Zweiradjunkies. Doch leider sind diese Traumkurven recht rar auf den heimischen Straßen und werden oft durch andere Spaßbremsen (wie Rollsplitt, Schlaglöcher, Gegenverkehr, schlechter Belag usw.) schnell zu Gefahrenquellen. Damit du Kurven in vollen Zügen genießen kannst, ohne gleich eine Panikattacke vor jeder Serpentinenstraße zu bekommen, haben wir für dich einige Tricks und Tipps zusammengefasst…

Ist doch ganz einfach

Rein theoretisch klingt das alles recht einfach, vor der Kurve Geschwindigkeit drosseln, auf der Ideallinie in Schräglage durch die Kurve rollen und dann am Kurvenausgang aus der Schräglage beschleunigen. Na super! Danke liebe Theoretiker, in der Praxis sieht das dann aber doch etwas anders aus.

Wie fahre ich eine Rechtskurve

Eine Rechtskurve solltest du anders durchfahren als eine Linkskurve. Bei einer Rechtskurve solltest du am Anfang eher in der linken Hälfte deiner Fahrbahn fahren, dabei sollte dein Blick in Richtung Kurvenausgang gehen, zumindest soweit wie du freie Sicht hast, beim Einlenken bewegst du dich mit deinem Bock zum rechten Fahrbahnrand hin und kannst dann am Kurvenausgang wieder beschleunigen ohne dabei Gefahr zu laufen mit einen möglichen Gegenverkehr zu kollidieren. Beim Beschleunigen richtet sich dein Motorrad von alleine wieder auf und du kommst auf die Ideallinie in der Mitte deiner Fahrbahn zurück. Wenn du eine Rechtskurve zu weit links durchfährst, also beim Einlenken nicht nach innen ziehst, kannst du beim Beschleunigen auf die Gegenfahrbahn kommen.

Wie fahre ich eine Linkskurve

Bei der Linkskurve solltest du am Kurvenanfang eher in der rechten Hälfte deiner Fahrbahn sein, beim Einlenken versuchst du auf dieser Linie (rechte Hälfte deiner Fahrbahn) zu bleiben und ziehst dann am Scheitelpunk der Kurve, also wenn du das Kurvenende vor dir hast, deinen Bock in die Mitte deiner Fahrbahn. Beim Beschleunigen richtet sich deine Mopette auf und du bist eigentlich wieder auf der Ideallinie. Die Gefahr hierbei ist, dass du durch zu mittiges Anfahren der Kurve leicht über deine Fahrbahn hinausragst und mit dem Gegenverkehr zusammen krachst, vor allem bei Schräglage kannst du schnell mit deinen Kopf auf die Gegenfahrbahn hineinragen.

Die Angst vor der Schräglage

Das menschliche Gehirn ist so programmiert, dass bei einer Schräglage von mehr als 20° ein Unwohlsein entsteht. Die momentan am Markt erhältlichen Reifen, würden eine Schräglage von 50° zulassen, ohne ihren Grip zu verlieren, vorher würdest du wahrscheinlich mit sämtlichen Anbauteilen (Fußrasten, Auspuff usw.) am Boden kratzen. Vor allem durch Üben kannst du deine Ur-Instinkte überlisten und traust dir eine immer größere Schräglage zu und kannst somit Kurven viel sicherer und zügiger durchfahren.

Keine Panik beim Kurvenfahren

Durch das Abwinkeln des Ellbogens (Linkskurve, linker Ellbogen – Rechtskurve, rechter Ellbogen) kannst du deinen Bock noch leichter durch eine Kurve lenken. Wichtig ist auch, dass du deinen Blick immer auf den Kurvenausgang lässt, also weder auf dein Vorderrad heftest noch geradeaus schaust, weil du immer dorthin fährst, wo du hinguckst.

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Dies gilt auch bei Panikbremsen vor Kurven, wenn du merkst du bist zu schnell, kann es dir passieren, dass du vor lauter Bremsen vergisst zu Lenken und richtest, dann in voller Panik, deinen Blick gerade aus. In so einer Situation brauchst du dich nicht zu wundern, das dein Bock geradeaus weiter donnert, auch hier gilt, dort wohin du schaust, wirst dein Bock auch fahren. Auch hierbei macht Übung den Meister. Schräglagenangst und Panikbremsung sind die häufigsten Fehler und Unfallursachen beim Kurvenfahren. Als kleinen Buchtipp können wir dir Motorradfahren in Perfektion: „Mit Köpfchen durch die Kurve von Ulrich Thomson empfehlen, bis dahin…

keep the fire burning

Kai&Martina


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