Als erstes solltest du dir vollkommen darüber im Klaren sein, was du für ein gebrauchtes Motorrad willst und was noch viel wichtiger ist, über dein verfügbares Budget Bescheid wissen. Es haben uns schon viele angehende Biker gefragt, ob wir Ihnen nicht helfen können ihr gebrauchtes Motorrad zu finden, na klar, war unsere Antwort, als wir dann aber nach dem Betrag fragten, wie viel der Bock den kosten dürfte, mussten wir schnell feststellen, dass die Preisvorstellungen recht weit von der Realität entfernt waren. Also erst Sparschwein schlachten und dann das Bike aussuchen.

Nachdem du mögliche leistbare Bikes via Internet, Zeitung, Zeitschriften usw. ausfindig gemacht hast, kannst du für deine Favoriten Besichtigungstermine vereinbaren, denn ohne den Bock anzuschauen, solltest du keinen Kaufvertrag unterschreiben.

Gebrauchtes Motorrad und Öltropfen – nicht gut

So, und dann steht das gute Ding endlich vor dir. Hoffentlich zumindest gewaschen, denn dann tust dir schon mal wesentlich leichter Lackschäden, Kratzspuren, usw. zu sehen, welche den Preis zu deinen Gunsten verändern würden. Bei Ölspuren würden wir sehr zurückhaltend mit unserer Kaufentscheidung werden, da dies meistens ein Zeichen von einem Ölleck ist und z.B. ein Riss im Motorblock nur sehr schwer zu reparieren ist und vor allem sehr kostenintensiv. Auch der Gesamteindruck ist durch einen gewaschenen Bock wesentlich leichter zu ermitteln, aber nicht nur beim Bock solltest du auf den äußeren Eindruck achten, auch beim Verkäufer solltest du gleich am Anfang auf sein Erscheinungsbild achten, sieht er gepflegt aus? Ist er nervös? Redet er zu viel?

Zu viel nervöses Geschwafel kann schon mal darauf hindeuten, dass dich der Verkäufer durch seine ach so tollen Geschichten von Gott und der Welt von irgendwelchen Problemen bei seinem Motorrad ablenken will. Wenn der Verkäufer dir einen fast schon ungepflegten Eindruck seiner Person vermittelt, könnte man davon ausgehen, dass er sein Motorrad vielleicht auch nicht wirklich gepflegt hat und vielleicht eher der Typ ist, der schon mal ein Service ausgelassen hat. Verlass dich am besten auf dein Bauchgefühl.

Der erste Eindruck zählt

Was uns auch gleich zu deiner Frage nach dem Serviceheft bringt, wenn vorhanden, super, alle Services von der Fachwerkstätte gemacht, noch besser. Natürlich machen viele Biker – wie auch wir – unsere Services selbst, hierbei kannst du wieder auf das allgemeine Erscheinungsbild des Verkäufers achten. Aber beschäftigen wir uns jetzt mit dem Bike, wenn das Bike deinen äußeren Erwartungen gerecht wird geht´s ans Eingemachte. Ölstand und Kühlflüssigkeit – falls der Bock Wasserkühlung hat – kannst du gleich mal kontrollieren, auch Getriebeölstand muss deinem wachsamen Auge gefallen.

War das Bike schon flachgelegt?

Als nächstes untersuchst du den Auspuff auf Unfall – und Umfallspuren, achte auch auf rostige Auspuffhalterungen, zum Abschluss klopfst du mit der Hand auf die Schalldämpfer – sofern diese vorhanden sind, was bei vielen Chopper-Bikes ja nicht der Fall ist, da diese nicht mit dem Originaltopf rumböllern – wenn Schalldämpfer vorhanden und diese klappern, ist irgendwas beim Innenleben der Töpfe lose. Frag auch gleich mal, ob der Originalauspuff wenn noch vorhanden im Preis inbegriffen ist. Und wenn du deine Hände schon mal beim Auspuff hast, kannst du auch gleich feststellen ob dieser warm ist, was ein Zeichen dafür wäre, dass der Besitzer das Motorrad vorsichtshalber warm laufen hat lassen, damit der Bock bei der Probefahrt gleich anspringt.

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Wo soll ich überall nach Unfallspuren suchen?

Und wenn du dich gerade so schön gebückt hast, untersuchst du auch gleich mal die gesamte Unterseite des Bikes auf Unfall- und Umfallspuren (Kratzer), vor allem bei den Trittbrettern bzw. Fußrasten kannst du diese Spuren ganz leicht erkennen. Auf Unfall- und Umfallspuren untersuchst du auch die Griffe, Spiegel und Hebel am Lenker, wo du gleich einen Funktionstest sämtlicher Lichter, der Hupe, des Tageskilometerzählers, Blinker, Bremslicht usw. durchführst. Auch ob das Lenkschloß funktioniert, sollte dich interessieren und wie viele Schlüssel du brauchst um sämtliche Schlösser auf- und zu zuschließen. Das war jetzt mal der einfache Teil, in unserem →nächsten Beitrag werden wir dir ein paar technische Tipps für den Motorradkauf mitgeben, bis dahin…

keep the fire burning

Kai&Martina


P.S.: Wenn du ein gebrauchte Motorrad besichtigst, sollte es so sauber und geputzt sein, wie dieser Bock hier auf den Fotos.

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