Wenn sich das Wetter langsam bessert, steht für viele Biker eine Fahrt mit ihren Motorrad-Freunden am Wochenende auf der Tagesordnung. Das Motorradfahren, so schön es auch ist, gilt nach wie vor als gefährlicher Zeitvertreib. Die Vervielfachung der Anzahl der Motorräder kann dabei das Risiko erhöhen. Aber das Risiko in der Motorrad-Gruppe ist Gott sei Dank mit ein paar Tricks und Verhaltensregeln sehr gut zu minimalisieren.

Wenn Motorradgruppen nicht miteinander vertraut sind und einige Fahrer vielleicht nicht die gleiche Routine oder Erfahrungen aufweisen, wie der Rest der Gruppe, kann es sehr schwer sein das Tempo, das du normalerweise fährst, zu halten. Auch wie du mit Kreuzungen umgehst oder in Situationen reagierst, wenn du gestresst bist, und all die anderen Gruppenregeln, die deine jahrelangen Kumpels ohne weiteres wissen, sind für die neuen Mitglieder der Motorradgruppe nicht so leicht auszumachen.

Wenn du mit neuen Bikern fährst, ist es eine gute Idee, mit den Fahrern zu sprechen, bevor ihr losfährt, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie sie und du die Dinge gerne macht.

Was solltest du unbedingt bei Gruppenfahrten beachten?

Es klingt einfach, aber fahre dein eigenes Tempo. Unfälle sind viel wahrscheinlicher, wenn ein Fahrer durch eine Gruppe von viel schnelleren und sachkundigeren Fahrern zum Schnellfahren animiert wird. Manchmal ist es die beste Idee, diese Motorradfahrer in der Mitte des Feldes zu halten. Dann kann man die Schnellsten vorne und einige erfahrenere Teilnehmer hinten in der Gruppe als Backend haben, die dafür sorgen, dass sich die Gruppe nicht verliert.

Es gibt einen Ansatz, nach dem der Langsamste immer hinten fahren sollte, was wir eigentlich nicht gutheißen. Das bedeutet zwar, dass man nicht von anderen Fahrern gedrängt wird, aber es bedeutet auch, dass man generell am meisten mit Überholmanövern vorankommen muss. Dadurch kommt es unweigerlich dazu, dass du einige Überholmanöver verpasst. Um Boden gut zu machen, musst du dann risikoreicher fahren um Zeit aufzuholen. Und es ist genau diese Zeit in der ein Fehler passieren könnte.

Was ist das „Second Man Drop“-System?

Das „Second Man Drop“-System ist eine ausgezeichneten Methode um das Fahrerfeld zu rotieren und jedem die Chance zu geben, einmal der letzte der Gruppe zu sein und auch regelmäßig im mittleren Fahrerfeld zu fahren. Es bedeutet auch, dass kein Fahrer zurückbleibt, so dass niemand das Gefühl hat, den Rest der Meute verzweifelt hinterher jagen zu müssen, um mithalten zu können.

Und so funktioniert es:

Die Gruppe kommt an einer Kreuzung an. Der erste Biker bleibt in der Regel an der Spitze des Feldes. Der zweite Motorradfahrer hält an und teilt der Gruppe die Richtung mit. Wenn der letzte der Gruppe an dem stehenden Gruppenmitglied vorbeikommt, winkt dieser, um mitzuteilen, dass er der letzte der Gruppe ist. Danach ist der bis dahin zweite Biker als Schlusslicht in die Gruppe, bis zur nächsten Abzweigung oder Kreuzung.

Diese Methode funktioniert auf ruhigeren Landstraßen und ist natürlich nicht geeignet auf Fernstraßen, Doppelspurstraßen oder stark befahrenen Strecken. Aber sie funktioniert – wenn sich alle an die Regeln halten!

keep the fire burning

Kai&Martina