Wie versprochen begleiten wir dich bei der Probefahrt deines Wunschbikes und werden dich auch wie in den vorangegangen zwei Beiträgen helfend beraten. Nachdem der äußere Eindruck und der technische Check des zu verkaufenden Motorrades deinen Prüfungen standgehalten haben, kannst du nun als letzten Abschnitt zur Probefahrt aufbrechen.

Mach die Ohren auf

Beim Anlassen sollte der Bock sofort und ohne rum zu zicken anspringen und der Motor sollte schön rund und vor allem fremdgeräuscharm laufen, typische Motorengeräusche, wie z.B.: bei einem alten BMW Boxer, brauchen dich nicht zu beunruhigen, es ist ratsam, dass du dich vorab über typische Geräusche des zu kaufenden Motorrades schlau  machst, damit dir der Verkäufer kein X für ein U vormachen kann.

Was beachte ich während der Probefahrt

Schau während der Fahrt – bleib dafür aber bitte stehen – ob die Krümmer, das sind die Dinger, die von den Zylindern weggehen und dann als Auspuff enden, gleichmäßig heiß werden (Bei Krümmern, die nur lauwarm werden, läuft der jeweilige Zylinder nicht mit). Während der Fahrt achte beim Beschleunigen darauf, ob die Kupplung rutsch (merkst du vor allem in den höheren Gängen). Wenn beim Gas geben keine Beschleunigung eintritt, aber die Drehzahl trotzdem steigt, muss die Kupplung nachgestellt werden oder die Beläge gehören getauscht. Zieht das Motorrad beim Fahren (freihändig – Vorsicht Unfallgefahr) zur Seite, könnte das auf einen verzogenen Rahmen deuten, frage beim Verkäufer zwecks Unfällen nach.

Wie verhalte ich mich beim Verhandeln

Wenn sich das Bike für dich gut anfühlt und du damit gut zurechtkommst, dann gilt es jetzt dein Verhandlungsgeschick unter Beweis zu stellen. Der eigentliche Kaufpreis ist meistens eine Verhandlungsbasis, wenn du bei deiner Inspektion Mängel festgestellt hast, kannst du diese bei der Preisverhandlung ausspielen. Hab keine Angst vor dem Verhandeln, der Verkäufer reist dir bestimmt nicht gleich deine Rübe runter, wenn du ihm ein zu niedriges Angebot machst. Er möchte so viel wie möglich für sein Motorrad haben und du möchtest halt so wenig wie möglich für dein Traumbike zahlen – das ist ganz normal und irgendwo trifft man sich dann preislich in der Mitte. An dieser Stelle kannst du Ihn auch gleich fragen, warum er das gute Stück loswerden will.

Verkäufer sind keine Gauner

Abschließend möchten wir noch anmerken, dass wir keinesfalls den Eindruck erwecken wollen, dass alle, die Ihr Motorrad verkaufen wollen, irgendjemanden übers Ohr hauen wollen, mit Nichten nicht. Es gibt viele banale Gründe, warum jemand sein Motorrad verkaufen will oder muss, du als Käufer hast aber das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, auf alle möglichen Mängel zu schauen. Auch bist du gut beraten, wenn du zur Besichtigung einen Freund mitnimmst. Wenn dir die technische Überprüfung zu komplex oder kompliziert erscheint, kannst du den Käufer fragen, ob er etwas gegen einen Ankaufstest beim Automobilclub oder in einer Fachwerkstätte deines Vertrauens hat. Dies sollte eigentlich nie ein Problem darstellen, bei unseren bisherigen getätigten Verkäufen war das eine Selbstverständlichkeit.

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Auch möchten wir noch darauf hinweisen, dass wenn du ein gebrauchtes Motorrad kaufen willst auch ein gebrauchtes Motorrad bekommst, dies heißt aber auch, dass Verschleißteile nun mal Abnutzungserscheinungen aufweisen und nicht alles neu und unbenutzt sein kann. Im Wesentlichen sollte das Gesamtbild und der Gesamteindruck deine Kaufentscheidung bestimmen, wenn dann nach dem Kauf wirklich mal ein Teil zum Wechseln ist, kannst du ja gleich bei uns die Anleitung dazu finden und wenn nicht, meldest dich einfach.

Letzter Tipp, es wäre natürlich super, wenn du bei deinem Kauf ein vollständiges Handbuch und das Bordwerkzeug mitbekommst, was uns dann zu unserem nächsten Beitrag bringt, wo es um die Frage geht, →welche Reparaturen kann ich mit meinem Bordwerkzeug erledigen, in diesem Sinne…

keep the fire burning

Kai&Martina


 

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