So schnell kann es gehen und die European Bike Week 2016 in Faak ist schon vorbei. Gestartet hat das Ganze mit der wohl schon legendären Warm Up Party des ortsansäßigen Harley Davidson Händlers Motodrom Klagenfurt im Motodrom Village gegenüber des Harley Village in Faak.

Die Dealer des Arneitz Areals hatten ebenfalls bereits am Wochenende vor der Bike Week ihre Zelte geöffnet und dies wurde auch von zahlreichen Bikerinnen und Bikern zum shoppen und gustieren genutzt. Doch wurde von zahlreichen Händlern eine schlechte Kauflaune bejammert.

Auch die Rennleitung freute sich in diesem Jahr über ein „größtenteils friedliches Bikeevent“ rund um den Faaker See – wobei wir dieses Statement mit der Frage kommentieren wollen, ob es den in den vergangenen Jahren bei der European Bike Week irgendwelche Ausschreitungen gegeben hat und es nicht friedlich war.

Den einzigen Unmut den die rund 65.000 Bikerinnen und Biker nach außen transportierten war die schon recht freche Abzockerei der Beamten mit TÜV Überprüfungen, Abgastest und vor allem Dezibel Messungen in den Tagen vor dem Treffen. Beim Treffen selber schien es dann so wie jedes Jahr so zu sein, dass die Rennleitung besseres zu tun hatte und die wirklichen schwarzen Schafe auf der Strasse wieder mal nicht zu Kasse gebeten wurden.

Immer mehr Autos rund um den See

Apropos Strasse. Leider mussten wir auch in diesem Jahr feststellen, dass es immer mehr Autos in den eigentlich abgesperrten Bereich der Bike Week schafften. Vielleicht sollten sich die, die für die PKW-Einfahrtsgenehmigungen zuständig sind, etwas mehr damit beschäftigen wem sie eine solche Genehmigung aushändigen.

Natürlich versteht es sich von selbst, dass Einwohner, Zulieferer und ortsansässige Firmen Einfahrtsgenehmigungen erhalten, aber ist es wirklich notwendig, dass, wie nicht selten der Fall, Firmen mit drei Lieferautos gleich zehn Einfahrtsgenehmigungen erhalten. Vielleicht wäre bei besserer Koordination auch wieder mehr Platz für uns Motorradfahrer auf der Straße.

Besucherzahlen?

Die Besucherzahl ist auch in diesem Jahr ein wahres Mysterium, natürlich ist es kaum möglich genaue Besucherzahlen zu nennen, doch der übereinstimmende Tenor bei den Bikerinnen und Bikern lässt wohl auf einen Rückgang der motorradbegeisterten Besucher schließen. Und auch wir möchten uns subjektiv diesem allgemeinen Eindruck anschließen. Denn es waren in diesem Jahr nicht mehr diese Megastaus auf den Straßen rund um den See, es gab immer Parkmöglichkeiten und auch wir hatten den Eindruck, dass weniger Bikerinnen und Biker auf den Eventgelände unterwegs waren.

Unsere Aufgabe ist es natürlich nicht dies zu hinterfragen, als mögliche Gründe könnte man natürlich die Abzocke der Rennleitung, die überhöhten Zimmerpreise der Tourismusbetriebe, die „Unorganisiertheit“ in gewissen Veranstaltungsbereichen und die zum Teil wahnsinnigen Gastropreise im Village uvm. nennen. Wir glauben nämlich, dass viele Motorradfahrerinnen und -fahrer sich nicht mehr so einfach das Geld aus der Tasche ziehen lassen und nicht mehr bereit sind blind jeden Preis zu zahlen.

Unser Fazit zur European Bike Week 2016

Bei allen Möglichkeiten eine Veranstaltung dieser Größe besser oder schlechter machen zu können, wollen wir von bikerscorner.cc aber nicht allzu viel schimpfen. Wir haben uns auch in diesem Jahr köstlich amüsiert, haben wieder viele nette Bekannte getroffen, haben auch wieder viele neue Freunde kennengelernt und hatten jede Menge Spass vor und hinter der Kamera und dem Mikrofon und freuen uns schon auf die nächste Europen Bike Week vom 05.09. – 10.09.2017

keep the fire burning

Kai&Martina

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