Wie schon oft erlebt, ist das theoretische „Geschwätz“ aus der Fahrschule nur bedingt im Praxisfall anwendbar. Naja, oder sagen wir mal, dass du die theoretische Checkliste ja nicht wirklich auswendig lernen solltest. Besser ist es, die Bergstraßen regelmäßig zu deinen Touren hinzuzufügen und nicht aus deiner Tourenplanung auszuschließen. Damit du aber auch theoretisch wieder am neuesten Stand bist, haben wir im folgenden Beitrag alles aus Luis Trenker´s Rucksack zusammengefasst, was du übers Berg anfahren mit deiner Mopette wissen solltest…

Keine Angst vor dem Steilhang

Es kann ja doch ab und zu vorkommen, dass du gezwungen wirst im Steilhang einer Bergstraße – und dann ja sowieso an der steilsten Stelle – verkehrsbedingt stehen zu bleiben. Entweder hat die Straßenverwaltung doch noch irgendwo einen letzten Geldgeber zur Straßensanierung aufgetrieben, oder irgendwer hat sich  gedacht, dass er mit seiner Karre mitten im Serpentinenwald des Hochgebirges eine Autopanne haben muss – kann ja jedem passieren, also bitte mit einem Zwinkern zu verstehen – wie auch immer, das Stehenbleiben ist ja nun das kleinste Übel.

Wenn schon, dann richtig

Aber, jetzt kommt´s dicke, im Berg anfahren musst du ja jetzt auch wieder irgendwann einmal. Jetzt ist ja das Aufwärtsstehen in einer steilen Straße schon an und für sich nicht gerade das, was sich ein Biker bei seiner Tour wünscht. Den anders als beim Auto, musst du jetzt Gleichgewicht halten, Bremsen, Kupplung ziehen und wenn´s mal wieder länger dauert, auch dein Motorrad ausschalten.
Dann kann es natürlich auch noch passieren, das vor lauter Angstschweiß dein Helmvisier beschlägt und du plötzlich relativ blind dastehst und just in den Moment fängt natürlich auch noch deine Nase an zu jucken, ist eh klar…kennt jeder.

Was kann ich beim Stehenbleiben machen?

In so einer Situation empfiehlt es sich, dass du schon vorausdenkend zur Anhaltung gefahren bist. Wenn du siehst, dass du im Steilen stehen bleiben musst, klapp schon mal dein Visier auf und schalte bis du zum Stillstand gekommen bist auf den ersten Gang hinunter. Achte auf ungewöhnliche Straßenerhebungen – wie sie oft durch Frosthebungen entstehen oder Fahrrinnen – und vermeide, dass du genau bei solchen Unebenheiten stehen bleibst. Suche dir den bestmöglichen Straßenbelag aus, dadurch hast du einen sicheren Stand. Auch Schotter oder Schmutzablagerungen solltest du in so einer Situation vermeiden. Also wenn´s notwendig ist lass ruhig etwas mehr Abstand zu deinem Vordermann.

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Wenn du dann stehst, kannst du relativ einfach mit dem Notausschalter deinen Bock ausschalten. Somit musst du eigentlich nur noch das Gleichgewicht halten und eventuell die Bremse, wobei die Motorbremsung eigentlich ausreicht, um den Bock im Stand zu halten.

Wegfahren leicht gemacht

Wenn es dann weitergeht, hast du, wenn du du alles richtig gemacht hast, leichtes Spiel. Dadurch, dass du vor dem Stehenbleiben schon auf den ersten Gang runtergeschalten hast, musst du jetzt nicht im steilen Stand von der Fünften auf die Erste runterschalten, sondern brauchst eigentlich nur Zündung einschalten, Vorderbremse ziehen (dadurch kannst du bis zum Wegfahren mit beiden Beinen am Boden bleiben), dann Kuppeln und deinen Bock starten. Beim Wegfahren brauchst du eigentlich nicht viel anders machen, als auf einer geraden Fahrbahn, außer vielleicht etwas mehr Gas geben. Tja und dann sollte einer Weiterfahrt nach oben mit deinem Motorrad nix mehr im Wege stehen. In unserem nächsten Beitrag zeigen wir dir, wie du Bergstraßen mit ihren nicht enden wollenden Serpentinen leicht und geschmeidig nach oben böllern kannst, in diesem Sinne…

keep the fire burning

Kai&Martina


 

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